Po Delta Park
Ein vom Wasser gestalteter Park
Der Parco del Delta del Po ist der größte Regionalpark Italiens und deckt einen wichtigen Teil des Territoriums der Emilia Romagna (bzw. eine Oberfläche von über 52.000 ha in einem an Biodiversität reichen Gebiet).

Vom Po di Goro im Norden aus erstreckt sich das Schutzgebiet durch das ganze Delta des Flusses Po sowie durch die Mündungen einiger Flüsse, die im Apennin entspringen; der Fluss Reno, Lamone, die Fiumi Uniti, der Fluss Bevano und die Feuchtgebiete, welche sich entlang der Adriatischen Küste befinden; die Sacca di Goro, die Valli di Comacchio, die Piallasse Ravennati, die Salinen von Cervia und die Feuchtgebiete der Valli di Campotto.
Der Park besteht auch aus Wäldern und Pinienwäldern, wie beispielsweise dem Bosco della Mesola und dem Pinienwald namens San Vitale. Das Territorium ist ausserdem reich an Denkmälern. Besonders interessant sind die Abtei von Pomposa, S. Apollinare in Classe, die Schleusen und andere antike Wasseranlagen sowie die historischen Stadtzentren von Mesola, Comacchio, Ravenna und Cervia.
Der Deltapark ist das ideale Habitat für eine unvorstellbare Menge von Fischen und Wasservögeln. Hier liegen große Gebiete beinahe unberührter Natur inmitten eines Landstrichs, den nicht nur die Zeit geformt und verändert hat. Jahrhundertelang haben die Menschen hartnäckig an der Urbarmachung der Gegend gearbeitet und es dabei verstanden, auf ein ausgewogenenes Verhältnis zwischen Natur bzw. Naturschutz und Landwirtschaft hinzuarbeiten. Das ist der Grund, warum das Po-Delta als Erbe der Menschheit von der Unesco anerkannt worden ist und als „außergewöhnliche Kulturlandschaft“ bezeichnet werden kann, die “in beträchtlichem Maße“ ihre ursprüngliche Form bewahrt hat.
Die Umwelt
Der Parco Regionale del Delta del Po dell'Emilia-Romagna deckt ein Gebiet, das fruchtbar und reich an Biodiversität ist. Der Naturpark umfasst das grösste geschützte Feuchtgebietssystem des Landes. Ein unschätzbares ökologisches Erbe.
Im Park leben Hunderte von Blumen- und Tierarten. Die Vielfältigkeit in der Tier- und Pflanzenwelt spiegelt sich auch in der Vielfältigkeit in den Ökosystemen des Naturparks wider, die unterschiedliche Bodenmerkmale und Wetterbedingungen haben.
Die Flora
Derzeit gibt es keine vollständige Pflanzenzählung im Park. 970 Pflanzenarten wurden von unterschiedlichen Autoren ermittelt und man glaubt, dass im Naturpark 1.000-1100 Pflanzenarten wachsen.
Die Fauna
Die Fauna des Naturparks ist sicherlich eines der wertvollsten Naturelemente im Schutzgebiet. Hier leben insgesamt 374 Wirbeltierarten.
Die Vögel des Podeltas stellen ein unschätzbares Erbe mit über 300 Vogelarten (darunter 146 nistenden und 151 überwinternden Vogelarten) dar. Durch einen solchen ökologischen Reichtum stellt der Park das wichtigste Vogelschutzgebiet Italiens und eines der wichtigsten in Europa dar.
Die Landwirtschaft
Die Trockenlegungsarbeiten, die zwischen dem Ende des 19. Jahrhunderts und den 70er Jahren durchgeführt wurden, haben die Urbarmachung eines weitläufigen Gebietes ermöglicht, das früher moorig war.
Die Feuchtweiden und Lagunen, welche man für die Fischerei nutzte, wurden in den letzten zwei Jahrhunderten vom Ackerland ersetzt, das mit Hilfe von Pumpanlagen trockengelegt wurde. Nur ein kleines Gebiet in der Provinz Ravenna wurde durch Kolmation trockengelegt. Man hat das Hochwasser der Apenninflüsse, die grosse Mengen von Gesteinsschutt mitführen, in das Gebiet geleitet und so die natürliche Auflandung dieser Feuchtgebiete erleichtert.
Heute ist die Landwirtschaft die wichtigste Tätigkeit in Umgebung der Feuchtgebiete. Manchmal gefährdet die Landwirtschaft ihre Erhaltung, da sie die Qualität (Eutrophierung durch Düngemittel und durch Gülleproduzenten) und Quantität (Wasserentnahme zu Bewässerungszwecken) des Wassers negativ beeinflusst. Die Landwirtschaft beeinflusst die Erhaltung der Ufer und Sümpfe, nur wenn man die Hochwasser- Überschwemmungsgebiete und die Ufer der Feuchtgebiete direkt berührt.
Fischerei
Fischzucht und Berufsfischerei sind auf den Feuchtgebieten des Naturparks erlaubt und werden auch gefördert, da sie ja eine wesentliche berufliche und wirtschaftliche Rolle spielen und ausserdem wichtige Zeugnisse der Geschichte und Tradition dieses Gebiets darstellen. Die Fischerei kann in zwei grosse Kategorien unterteilt werden; Berufsfischerei (Molluskensammlung) und Sportfischerei. Die Fischerei wird allgemein von den Schutzgebietsbehörden geregelt, um Fischfauna und gefährdete Fischarten des Naturparks zu schützen.
Im Park ist auch Fischzucht erlaubt. Die Fischzucht unterscheidet sich von der Fischerei, da die Fischerei die Nutzung einer natürlichen Ressource darstellt. Die Fischzucht in Lagunen ("vallicoltura") hingegen ist eine extensive Fischzucht, die seit Jahrhunderten in den Lagunen des Podeltas auch eine grosse Tradition bildet. Der Fisch wird nach seinen Wanderungsbewegungen aus dem Binnengewässer gefangen. Der Fischfang erfolgt in Umgebung der Zuchtbecken mit Hilfe von altertümlichen Fanggeräten („lavorieri").
Parco del Delta del Po Emilia Romagna
Sede del Parco
Via Mazzini, 200 - Comacchio (FE)
Tel. +39 0533 314003 - Fax +39 0533 318007
parcodeltapo@parcodeltapo.it
Besucherzentren
Via Bova, 61 - 48015 Cervia (RA)
Tel. +39 0544 973040 - Fax +39 0544 974548
salinadicervia@atlantide.net
Ecomuseum der Lagunen von Argenta
Via Cardinala, 1/c - 44010 Campotto di Argenta (FE)
Tel. +39 0532 808058 - Fax +39 0532 808001
museiargenta@comune.argenta.fe.it
Verarbeitung der Marinaden von Comacchio
Via Mazzini, 200 - 44022 Comacchio (FE)
Tel. +39 0533 81742 - Fax +39 0533 81742
manifatturadeimarinati@parcodeltapo.it
Museum des Hirsches von Mesola
Castello Estense - Piazza Umberto I
44026 Mesola (FE)
Tel. +39 339 1935943
prolocomesola@libero.it
Museum des Gebietes von Ostellato
Strada del Mezzano, 10 - 44020 Ostellato (FE)
Tel. e Fax +39 0533 681368
museodelterritorio@atlantide.net
Museum NaTuRa von Sant'Alberto
Naturwissenschaftmuseum von Ravenna und Besucherzentrum des Po Delta Parks, Stelle von Pineta S. Vitale und Pialasse di Ravenna
Via Rivaletto, 25 - 48020 Sant'Alberto (RA)
Tel. +39 0544 528710-529260 - Fax +39 0544 528710
infonatura@comune.ra.it
Kurzausflüge
Lago delle Nazioni - Valle Canneviè: Fahrradweg, 1 Std.
Reno – Lagunen von Comacchio: Fahrradweg, 2 Std. und 50 Minuten.
Pineta von San Vitale - Oase von Punte Alberete: 3 Std.
Lido di Classe – Bevano Mündung: 2 Std. und 50 Minuten.
Valle Santa: 2 Std. und 50 Minuten.
Die Salinen von Cervia: 1 Std.
Fremdenverkehrsämter
IAT - Fremdenverkehrsamt Ferrara
Castello Estense - Ferrara
Tel. +39 0532 209370-299303
infotur@provincia.fe.it
Fremdenverkehrsamt Ravenna
Via Salara, 8/12 - Ravenna
Tel. +39 0544 35404-35755
turismo@comune.ra.it
IAT - Fremdenverkehrsamt Comacchio
Piazza Folegatti, 28 - Comacchio (FE)
Tel. +39 0533 310161
comacchio.iat@comune.comacchio.fe.it
Links
Anreise
Superstrada dei Lidi Ferraresi, oder Autobahn A14 Ausfahrt Ravenna, die Bundestraße SS306 Romea (Venedig-Ravenna), die SS16 Adriatica (Ferrara-Rimini), und die E 45 (Rom-Ravenna).





