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Ravenna: die Mosaikmetropole

Laut Legende waren die Byzantiner ein wunderbares und geheimnisvolles Volk.

Ravenna, die ehemalige Hauptstadt des Weströmischen Reiches, ist ebenfalls so: schön und rätselhaft. Diese Primadonna auf der Bühne der europäischen Städte muss man mindestens einmal im Leben gesehen haben. Dabei ist das Publikum durchaus international.

 

Ravenna - Basilica di San Vitale

 

Natürlich reicht ein Tag nicht aus, um das byzantinische Symboluniversum anhand der einmaligen, herrlichen Mosaiken Steinchen nach Steinchen zu entschlüsseln.

Ein Spaziergang in Ravenna mit seinen runden Kirchtürmen, die sich im Canale Candiano widerspiegeln, Klostergängen und Glockentürmen ist ein spannendes Erlebnis. Doch fallen Sie nicht in Versuchung, ziellos durch die Stadt zu ziehen, denn in Ravenna ist dafür die Zeit zu schade.

Kunst und Kultur


Ein Spaziergang in Ravenna mit seinen runden Kirchtürmen, die sich im Canale Candiano widerspiegeln, Klostergängen und Glockentürmen ist ein spannendes Erlebnis. Doch fallen Sie nicht in Versuchung, ziellos durch die Stadt zu ziehen, denn in Ravenna ist dafür die Zeit zu schade.

Ravenna – ein Sinnbild der Verschmelzung des Orients (die Byzantiner zogen hier vom Bosporus her) mit dem Abendland schlechthin – ist für seine Mosaiken weltweit bekannt: im Umkreis von wenigen hundert Metern ist hier ein außerordentlich reiches Erbe an antiken und frühchristlichen Mosaiken aus dem 5. und 6.Jh. vorzufinden. Dabei ist nicht zu vergessen, dass die Kunststadt Ravenna an der Meeresküste liegt und sich eines 35 Kilometer langen Sandstrands rühmen kann. Warum sind die Mosaiken Ravennas und die in Rom und Venedig so unterschiedlich? Weil Ravennas Mosaiken nicht glatt und eben sind. Die Byzantiner verwendeten verschieden förmige Steinchen aus Gold oder Perlmut und fügten sie unter verschiedenen Winkeln so ein, dass das Gesamtbild ungleichmäßig erschien. Das Ergebnis dieser Technik ist außerordentlich: auf der Oberfläche entstehen Spezialeffekte durch je nach Beobachterstellung immer anders wirkende Lichtreflexe.

In den byzantinischen Kirchen ziehen vor den Augen des Besuchers Bibelfiguren, Könige, heilige Kaiser und Gelehrte vorbei. So zum Beispiel die mächtige Kaiserin Theodora, die zwar armer Herkunft war, aber dafür hinreißend schön. Ihr Bildnis ist in der Basilika San Vitale neben dem Kaiser Justinian zu sehen. Dasselbe gilt für den würdevollen heiligen Apollinaris, der in der Kirche San Apollinare zu bewundern ist. Ein weiteres Beispiel der herrlichen Mosaikkunst ist der ergreifende "Himmel" im Tempel der Galla Placidia (Tempietto di Galla Placidia). Beim Verlassen dieser so magischen Orte überkommt den Besucher ein Hauch von Traurigkeit.

Doch draußen warten schon die historischen Palazzi - Zeugen der Liebesabenteuer von Lord Byron - und der Stadtviertel von Dante Alighieri. In Ravenna liegt er begraben und das Stadt-Theater wurde zu seinen Ehren nach ihm benannt. Eine weitere Überraschung im Dantes Viertel, in der Nähe des Kreuzgangs im Franziskanerkloster und Dantes Grabmals, stellt die gänzlich mit Wasser bedeckte Krypta in der Kirche San Francesco dar. Durch eine Glasdecke kann man ein kleines Becken mit Mosaikboden und einigen Säulen bewundern. Die Krypta liegt unter dem Meeresspiegel und ist deshalb mit Wasser bedeckt.

Eine wirkungsvolle archäologische Darbietung stellt der Domus dei Tapeti, ein römischer Palast mit unglaublich prunkvoller Gestaltung, und der Domus del Triclinio dar. Eine Reise durch die Kunstgeschichte kann man im Städtischen Kunstmuseum MAR unternehmen. Die pure Musikkunst kann man dagegen auf dem renommierten Ravenna Festival life erleben.

Letzte Aktualisierung 10.01.2017

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