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Reggio Emilia, die Stadt der Nationalfahne

Die italienische Nationalfahne ist Reggio Emilia zu verdanken, denn die grün-weiß-rote Fahne, auf Itaienisch "Tricolore" (die Dreifarbige) genannt, hat gerade hier ihren Ursprung. Die Idee stammt von dem Gemeinde- Ingenieur Ludovico Bolognini, dessen Entwurf 1797 von den Vertretern aus Reggio Emilia, Modena, Ferrara und Bologna als Symbol der Zispadanischen Republik angenommen wurde.

Tricolore SaalSpäter wurde sie als Nationalfahne des Italienischen Königreiches übernommen. Seitdem wird das Tricolore in Italien immer gehisst.

Heute können die Besucher das im Saal und Museum des Tricolore im Rathausgebäude an der Piazza Prampolini ausgestellte Originalmodell bewundern.

Das beste Mittel, um diese Stadt kennen zu lernen, ist das Fahrrad. Man braucht es nur auszuleihen, um diese menschenfreundliche Stadt, die wegen ihres Wohlstands und der hohen Lebensqualität in den Statistiken immer an erster Stelle steht, ohne Eile zu erkunden.

Das die Kinderkrippen in Reggio Emilia die besten der Welt sind, ist allen bekannt, doch wenige wissen, dass Reggio Emilia, das in der Antike Regium Lepidi hieß, eine wunderschöne, geschichtsträchtige Kunststadt ist. Die stärksten Eindrücke ruft heute die in der Altstadt liegende Basilika Beata Vergine della Ghiara aus dem 17. Jh. hervor. Diese prachtvolle barocke Wallfahrtskirche ist reich an Fresken, die von den besten Künstlern des 17. Jh.s angefertigt wurden (darunter auch die "Kreuzigung" von Guercino).

Der Besucher wird von ihren Mauern und Freskenzyklen tief beeindruckt. Laut Überlieferung wurde ein taubstummer Junge während seines Gebets vor dem Bild der Madonna auf einer Mauer von seiner Krankheit durch ein Wunder geheilt. Seitdem entwickelte sich dieser Ort zu einem bedeutenden Pilgerziel und an jener Stelle wurde die Basilika errichtet.

Ein unterhaltsamer Spaziergang erwartet den Besucher entlang der antiken Via Emilia, welche die Stadt durchquert und sich später in der Poebene verliert. In der Stadt ist die Via Emilia gänzlich mit Lauben versehen, in denen sich unzählige Geschäfte und alte Handwerksläden befinden. Unter den Lauben pulsiert das Sozialleben, denn die Menschen kommen gerne hierher, um sich mit Freunden zu treffen oder einfach einen Stadtbummel zu machen. Reggio Emilia ist nämlich eine lebendige und gleichzeitig behagliche Stadt, in der sich jeder wohl fühlen kann.

Ein entspannter Spaziergang durch die Via Emilia führt den Besucher in das Herz der Stadt, die Piazza Prampolini (oder Piazza Grande), wo der Palazzo del Comune aus dem 15. Jh. und der im 9. Jh. errichtete und danach mehrmals umgebaute Dom stehen. In den verschiedenen Domkapellen können erstrangige Gemälde wie "Assunzione di Maria Vergine con i Santi Pietro e Girolamo” (1626) von Francesco Barbieri, genannt Il Guercino, "Visita di Maria a S. Elisabetta” (1604) von Giuseppe Cesari, genannt Il Cavalier d’Arpino, oder das Marmorgrabmal von Bartolomeo Spani (Goldschmied und Bildhauer aus dem 16. Jh.) bewundert werden.

An der Piazza Grande, rechts vom Dom, öffnet sich der "geheime" Durchgang "Broletto". Dieses überdachte Gässchen im orientalischen Stil, voller kleiner Geschäfte und Menschen, verbindet die großräumige Piazza Grande mit der kleineren, aber sehr stimmungsvollen Piazza San Prospero, die bei den Bewohnern von Reggio Emilia sehr beliebt ist.

An den Markttagen (Dienstag und Freitag) beleben sich die im Schatten der Basilika San-Prospero gelegenen Verkaufsstände. Die aus dem achtzehnten Jahrhundert stammende Kirchenfassade und der Glockenturm (1536-70) nebenan bilden einen starken Kontrast. Der Glockenturm ist ein ungewöhnlicher Bau mit achteckigem Grundriss nach dem Entwurf von Giulio Romano. Es handelt sich um das bedeutendste Beispiel der Renaissance-Architektur von Reggio Emilia. Nicht zu versäumen ist auch die Besichtigung des 1857 eingeweihten Stadttehaters "Romolo Valli".

Letzte Aktualisierung 10.01.2017

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