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Home Kunststädte Auf Vergnügungstour in Bologna unter den 40Km langen Bogengängen

Auf Vergnügungstour in Bologna unter den 40Km langen Bogengängen

Egal ob Regen oder Schnee, Sommerhitze oder Wind. Dank der Arkaden in Bologna, die sich über 40km erstrecken, ist diese Stadt einzigartig auf der Welt.

 

Bologna Bogengang


Die Arkaden ermöglichen es ganz gemütlich durch die Straßen der Stadtmitte zu spazieren, Einkäufe zu erledigen oder sich von einem Museum ins nächste zu begeben. Schutz ist in jeder Jahreszeit und bei allen Wetterbedingungen garantiert.


Heutzutage haben sie fast dieselbe Funktion, die sie im späten Mittelalter hatten, als die Stadt aufgrund der Verstädterung der Landbevölkerung stark anwuchs. Doch auch Studenten und Gelehrte leisteten ihren Beitrag zum Wachstum der Stadt, die die älteste Universität in Europa beherbergt. Damals war ihr Wachstum mit dem der Stadt Paris vergleichbar.


Die Arkade stammt vom Holzladen, eine Art Balkon aus Holz, den viele Hausbesitzer an die Fassade ihres Hauses anbauten, um die Wohnfläche der oberen Stockwerke auszubauen. Die Holzladen wurden mit der Zeit immer größer, sodass es notwendig wurde sie von unten aus mit Holzbalken abzustützen, die dann unvermeidbar die Straße besetzten.


Einige erste Beispiele dieser Bauten kann man heute noch in der Altstadt sehen: die Holzarkade der Casa Isolani in der Strada Maggiore 19, die des Palazzo Grassi in Via Marsala 12 und die der Case Reggiani-Seracchioli in der Piazza della Mercanzia.


Ziemlich schnell begannen die Arkaden die Straßen zu füllen, Grund genug für die Stadt, um einzugreifen. Während in vielen anderen Städten beschlossen wurde die Arkaden zu entfernen, beschloss man in Bologna der Bevölkerung gerecht zu werden.


Starke Befürworter ihrer Verbreitung waren die Handwerker, die somit im Freien, vor der Sommerhitze und vorm Regen geschützt und mit sicherlich mehr Licht arbeiten konnten, als in den Werkstätten im Erdgeschoss ihrer Häuser.

 

Bologna darf sich auch mit dem längsten Bogengang der Welt brüsten: er ist 3.796m lang und von der Stadt aus, führt er bis zur Wallfahrtskirche Madonna di San Luca auf den Guardiahügel hinauf.


Seit ihrer Gründung ist die Kirche ein Wallfahrtsort für viele Pilger der Stadt und von überall her geworden, um die heilige Ikone der Jungfrau Maria mit Kind, auch von „San Luca“ genannt, zu bewundern.


Der Bogengang wurde auch dank der Einwohner (ihre Namen sind entlang der Strecke auf Schildern zu lesen) zwischen 1674 und 1739 gebaut, um die Prozession, die jedes Jahr seit 1433 die heilige Ikone in die Stadt führt, zu erleichtern.


Der Bogengang beginnt mit der Arkade Bonaccorsi in Porta Saragozza, wo sich das Museum der Jungfrau Maria von San Luca befindet und führt bis zur Arkade Meloncello in Barockstil, gebaut vom Architekten Carlo Francesco Dotti und wahrscheinlich vom Bühnenmaler Francesco Bibiena beigeholfen.


Der Aufstieg beginnt hier am Meloncello (55m ü.d.M.). Eine bühnenbildnerische Freitreppe verläuft 2km entlang des Hügelbogengangs, wo sich 15 Kappellen mit den „Misteri del Rosario“ abwechseln, bis hinauf zur Wollfahrtskirche (270m ü.d.M.)

Der Hügel con San Luca ist reich an Traditionen. Eine Tradition sieht vor das Versprechen einzuhalten, zu Fuß die Wollfahrtskirche zu erreichen, wenn jemandem eine Gnade erwiesen wurde, sei sie groß oder „klein“ (Genesungen, glückliche Liebe, bestandene Prüfungen, Gewinne…). In der Vergangenheit ging man den Hügel auf Knien und betend hinauf.

Heute bevorzugt man es die Spitze des Hügels mit dem Fahrrad oder beim Joggen zu erreichen. In der Tat, finden auf der Straße, die parallel zum Bogengang von San Luca verläuft, internationale Rad- und Motorsportrennen und Wettläufe statt.

Letzte Aktualisierung 10.01.2017

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