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Zwischen Rationalismus und Monumentalismus

Moderne Architektur in Predappio, Castrocaro Terme und Forlì

Forlì und ihre Umgebung, Heimatland von Benito Mussolini, ist reich an architektonischen Zeugnissen des  italienischen Rationalismus, eine neue Architektur in Italien in den 1920-30er Jahren mit dem Ziel, einen geeigneteren Stil für den Faschismus zu schaffen; Junge Architekten dieser Bewegung waren unter anderem Giuseppe Terragni und Giuseppe Pagano.

 

Thermen von Castrocaro

 

Diese neue Strömung erscheint als eine Art "vereinfachter Neoklassizismus"  und kann mit zu diesen Tendenzen zählen, die Kritiker als Monumentalismus  bezeichneten, gekennzeichnet durch symmetrisch blockierte Planimetrie, klassische architektonische Merkmale Marmorplattenverkleidung, rhythmische Laubengänge, Säulen, Bögen, Symmetrien.

Das Mussolini seine Heimatsorte aufwerten wollte, wird in Predappio eindeutig, ein wahres Städtisches Museum, welches ein Zeugnis der Architektur des Zeitalters darstellt, sie wurde von weltbekannten Experten geplant und erbaut.

Gegen Ende des Jahres 1937 besaß er all diese Bauten, die die Verherrlichung der Macht kennzeichneten, funktionell für die Rolle des Landes als Gründungsmythos.

Besonderes Augenmerk wurde auch auf Castrocaro gerichtet. Anfang der dreißiger Jahre war der Thermalpark eine wahre Attraktion, er war dank seiner Veranstaltungen und der üppigen Vegetation bekannt. Um die kahlen Hügel der Umgebung wieder grün zu machen, entstand der Wald Bosco Littorio, es wurden 1200 kanadische Pappeln 2 km entlang der Talebene Rio del Piano und Cozzi bis zu den schwefelhaltigen Quellen in Bolga gepflanzt.

Auf Vorschlag von Arnaldo Mussolini, Bruder des Duce, erwarb der Staat 1936 den gesamten Thermalpark und eröffneten somit eine neue Zeit des Prunkes der “Regie Terme di Castrocaro”, welche dann zur wichtigsten Einkommensquelle der Stadt wurden.

Zwischen 1936 und 1938 entstand unter der Leitung des Ing. Rosario Pappalardo der gesamte Thermalkomplex. Castrocaro konnte endlich mit größeren internationalen Thermalorten konkurrieren und eine "gehobene" internationale Kundschaft beherbergen. Die Malereien und Keramikverzierungen der neuen Gebäude und deren Nebengebäude wurden der Kompetenz der Manufaktur Chini in Borgo San Lorenzo anvertraut.

Das Grand Hotel in Castrocaro diente oft als Gästehaus für die Parteifunktionäre oder für Gäste, die vom Regierungschef im Schloss Caminate erwartet wurden. Wenn man aus Forlì aus anreist, dann kann man außerdem von außen den Palazzo Piancastelli bewundern, welcher zurzeit die Direktion der Thermen beherbergt. Das Gebäude wurde 1781 von Bartolomeo Conti erbaut und wurde 1938 komplett renoviert.

Der Anstoß zur Modernisierung der "alten und etwas romantischen" Stadt" Forlì  kam seitens des Grafen Ercole Gaddi Pepoli, erster Podestà, der der Stadt ein wahres Instrument zur Kontrolle ihrer Umgestaltung bot: der 1927 veröffentlichte Bauordungsplan, ein Projekt des Ing. Luigi Donzelli aus Bologna.

Die Altstadt wurde von einer Großzahl von Gebäuden überwältigt, die die alten, baufälligen Gebäude ersetzten, ohne dabei Rücksicht auf die geschichtliche Schichtung der Gebäude zu nehmen.

Der Idee einer neuen ”forma Urbis Fori Livii” seitens des faschistischen Regimes folgte tatsächlich ein architektonischer Umbau ganzer Stadtteile. Bekannte Architekten und Ingenieure wurden vom Regime oder von Persönlichkeiten aus Forli dazu aufgefordert, die "Verkrustungen der Zeit abzukratzen".

Die Grafen und Unternehmer Orsi Mangelli vertrauten zum Beispiel dem Architekten Ariodante Bazzero aus Mailand an, ihre Fabrikanlage zur Herstellung von Kunstseide zu planen und ihren eigenen Stadtpalast zu renovieren. Die Marchese Paulucci di Calboli beauftragten ihren Vertrauensarchitekten Florestano di Fausto, die Neustadt von Predappio zu planen. Der Reichsoffizier Manlio Morgagni brachte Aldo Zacchi nach Forlì, Gebürtiger aus Cesena in Mailand, der die Entbindungs- und Kinderstation des städtischen Krankenhauses realisieren sollte.

Die eigentlichen Schöpfer der neuen “imago urbis” der Stadt waren Cesare Bazzani, Cesare Valle, Entsandter der Einrichtung "Ente Opera Nazionale Balilla", und Gustavo Giovannoni, angesehene Persönlichkeit des Städtebaus und der Restaurierung von Monumenten.

Es gibt drei Stadtteile in  Forlì, in denen man Zeugnisse des Rationalismus bewundern kann: Viale della Libertà, Verbindungsstraße von Piazzale della Vittoria zum Bahnhof, Porta Ravaldino und die Altstadt.
In all diesen Stadtteilen können Gebäude betrachtet werden, die besonders relevant sind.

Letzte Aktualisierung 10.01.2017

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